Tut Permanent Make-up weh? Was wirklich hinter dem Schmerzempfinden steckt.
- Karolina Bittner
- 5. Aug.
- 3 Min. Lesezeit
Ein Fachbeitrag von Karoo PMU, Zürich
Eine der häufigsten Fragen vor einer Permanent-Make-up-Behandlung lautet: Tut das weh?
Die ehrliche Antwort: Bei richtiger Technik deutlich weniger, als die meisten erwarten. Was viele nicht wissen - wie stark eine Behandlung schmerzt, hängt fast ausschliesslich von einem einzigen Faktor ab: der Arbeitstiefe in der Haut.
Warum die richtige Hauttiefe über den Schmerz entscheidet
Die Haut besteht aus mehreren Schichten. Für ein gutes und dauerhaftes Permanent-Make-up-Ergebnis muss das Pigment gezielt unterhalb der Basalschicht platziert werden - genauer gesagt in der obersten Schicht der Dermis (Lederhaut). Wird in dieser Tiefe gearbeitet, werden kaum Nervenenden berührt. Das Ergebnis: Die Behandlung fühlt sich eher wie ein leichtes Piksen oder ein sanftes Kratzen an - nicht wie klassischer Schmerz.
Wird dagegen zu tief gearbeitet, verändert sich das Empfinden spürbar. Anzeichen dafür, dass die Nadel zu tief in die Haut eindringt, sind:
• Starker, kaum auszuhaltender Schmerz während der Behandlung
• Blaue Flecken im behandelten Bereich
• Ausgeprägte Schwellungen, die deutlich über eine leichte, normale Reaktion hinausgehen
Eine leichte, ,minimale Schwellung nach der Behandlung ist normal und unbedenklich.
Warum moderne Techniken kaum noch schmerzen
Mit korrekter Tiefenkontrolle unterscheidet sich modernes Permanent Make-up deutlich von dem Bild, das viele Menschen im Kopf haben. Besonders bei den Augenbrauen ist das Schmerzempfinden bei den meisten Kundinnen minimal bis kaum spürbar. Auch an den Lippen, einer eigentlich sensiblen Zone, berichten viele eher von einem leichten Brennen als von echtem Schmerz.
Eine Betäubung ist bei fachgerechter Technik in den meisten Fällen nicht zwingend notwendig. Tatsächlich ist es keine Seltenheit, dass Kundinnen während der Behandlung einschlafen - beruhigt vom gleichmässigen Summen der Maschine, statt angespannt vor Schmerz.
Der häufige Irrtum: Wird das Pigment in der Epidermis platziert?
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist die Annahme, das Pigment werde in der Epidermis (Oberhaut) platziert. Das ist fachlich nicht korrekt - und würde auch keinen Sinn ergeben: Die Epidermis erneuert sich durch den natürlichen Hautzyklus (Turnover) fortlaufend und würde das Pigment innerhalb weniger Wochen wieder abstossen.
Damit ein Permanent Make-up überhaupt dauerhaft hält, muss das Pigment gezielt in der obersten Schicht der Dermis platziert werden - unterhalb der sich ständig erneuernden Epidermis, aber nicht zu tief in tieferen Hautschichten. Genau diese Präzision ist es, die über zwei Dinge gleichzeitig entscheidet: wie schön und stabil das Ergebnis sitzt, und wie angenehm die Behandlung für die Kundin verläuft.
Fazit: Schmerz ist ein Zeichen für Technik, nicht für Normalität
Ob eine Permanent-Make-up-Behandlung schmerzhaft ist oder nicht, ist kein Zufall und auch keine reine Frage der persönlichen Schmerztoleranz - es ist in erster Linie eine Frage der Technik. Wird in der richtigen Hauttiefe gearbeitet, bleibt die Behandlung angenehm, die Schwellung moderat, und das Ergebnis hält gleichzeitig deutlich besser. Starke Schmerzen, blaue Flecken oder ausgeprägte Schwellungen sind kein normaler Teil des Prozesses, sondern ein Hinweis darauf, dass die Nadel zu tief in die Haut eingedrungen ist.
Häufige Fragen zum Thema Schmerzen bei Permanent Make-up
Tut Permanent Make-up an den Lippen weh?
Bei fachgerechter Technik eher ein leichtes Brennen als echter Schmerz — die Lippen gelten als sensibler Bereich, reagieren bei korrekter Hauttiefe aber deutlich milder als oft erwartet.
Tut Permanent Make-up an den Augenbrauen weh?
Hier ist das Schmerzempfinden bei den meisten Kundinnen minimal bis kaum spürbar.
Braucht man eine Betäubung für Permanent Make-up?
Bei richtiger Technik in den meisten Fällen nicht zwingend notwendig.
Was bedeutet starker Schmerz oder ein blauer Fleck nach der Behandlung?
Das sind Hinweise darauf, dass zu tief in der Haut gearbeitet wurde - bei korrekter Tiefe in der obersten Dermisschicht bleiben Schmerz und Schwellung moderat.
Karoo PMU — Permanent Make-up für Lippen und Augenbrauen in Zürich.
Mehr Informationen: www.karoo-pmu.ch

Kommentare